PPS
aus ASP-XTend, der freien Wissensdatenbank
Einleitung
Das im Folgenden beschriebene PPS-System existiert in ASP-XTend als Prototyp, mit anderen Worten, die notwendigen Strukturen und Programme sind vorhanden, aber noch nicht erprobt.
Detailbeschreibung
Das PPS kann aus Kundenaufträgen oder aus Produktionsplänen Produktionsaufträge generieren. Den Produktionsaufträgen werden vordefinierte Stücklisten und Operationspläne zugeordnet, die bei der Erstellung des Produktionsauftrags noch angepasst werden können.
Die Stücklisten werden als Strukurstücklisten im Artikelstamm erfasst. Im Erfassungsstadium wird je Artikel immer nur die erste darunterliegende Ebene festgehalten. Wenn ein oder mehrere der darunterliegenden Artikel ihrerseits wieder eine Stückliste enthält, wird diese bei diesem Artikel festgehalten. Wird ein bestimmter Artikel z.B. aus Granulat erstellt und soll diese Stufe in der Produktionsstückliste nicht aufgeführt werden (weil die Herstellung dieser Teile normalerweise in asynchronen Arbeitsgängen erfolgt), kann an der betreffenden Stelle ein Stopcode eingesetzt werden. Ausserdem können in den Stücklisten frei definierbare Platzhalter enthalten sein, die dazu dienen, eine Beschreibung des benötigten Artikels zu hinterlegen und dem Einkauf eine Einkaufsanforderung zuzustellen. Die vorhergehende Erfassung aller Grunddaten z.B. im Artikelstamm erübrigt sich.
Die Operationspläne werden den Stücklisten zugeordnet. Sie enthalten neben der Beschreibung der durchzuführenden Arbeit folgende weitere Informationen:
- an welchem Arbeitsplatz ist die Arbeit auszuführen
- Zeichnung
- Werkstoff
- Montageanleitung
- Prüfvorschrift
- Beginn und Ende der Arbeit
- Benötigte Werkzeuge
Alle aufgeführten Merkmale ausser Beginn und Ende der Arbeit sind aus Wartungsgründen nicht im Operationsplan selbst, sondern în separaten Datenbeständen gespeichert, auf die aus den Operationsplänen nur referenziert wird.
Im Einzelnen stützt sich das PPS auf folgende, teilweise noch nicht erwähnte Elemente:
die Anlagebuchhaltung
Menu: Arbeiten mit Anlagen
Datei: TAANLP
Die Anlagebuchhaltung enthält sämtliche Anlagegüter. Produktionsmaschinen, Werkzeuge usw., die für das PPS relevant sind, sind dort als solches gekennzeichnet.
Die Maschinenbeschreibung
Menu: Arbeiten mit Geräten
Datei: JIMASP
Hier sind erweiterte Beschreibungen enthalten, wie z.B. Wartungspläne, Ersatzteilbevorratung, Historydaten usw.
Die Maschinenleistungsdaten
Menu: Arbeiten mit Maschinenleistungen
Datei: SJMATP, Pogramme ERFAPM
Je Maschine kann definiert werden, welche Artikel auf ihr gefertigt werden können und welche Stundenleistung sie bei diesem Artikel erbringt. Dazu kommen Nebeninformationen wie Einricht- und Transportzeiten.
Die Arbeitsplatzbeschreibung
Menu: Arbeiten mit Arbeitsplätzen
Datei: SAARBP, Programm WRKAPL
Die Arbeitsplätze werden beschrieben mit Arbeitsplatzart, welche Maschine dort eingesetzt ist, welche Gutschrift dem Arbeitsplatz je Stunde erteilt wird. Zusätzlich wird die Arbeitszeit dort definiert, mit Normalarbeitszeit sowie Schichtzeiten.
Die Arbeitsplatzleistung
Menu: Arbeiten mit Arbeitsplatzleistungen
Datei: SJARBP, Pogramme ERFARB
Bei Arbeitsplätzen, an denen keine Maschine zum Einsatz kommt (z.B. Montage, Prüfung, Lager usw.) wird je Arbeitsplatz und Artikel die Stundenleistung definiert.
Die Arbeitsplatzkapazität
Menu: Arbeiten mit Arbeitsplätzen
Datei: SAARBP, Programm VWARBP
Je Arbeitsplatz wird die Arbeitszeit angegeben. Normalarbeitszeit und eventuell Schicht 1 und Schicht 2, diese auch begrenzt auf Zeitperioden, d.h. von (Datum) bis (Datum). Aus diesen Daten wird je Arbeitsplatz ein Kalender aufgebaut, der die Tageskapazität je Arbeitsplatz enthält.
Die Kapazitätsterminierung
Menu: Arbeiten mit Produktionsaufträgen, Option 14.
Das System erlaubt Vorwärts- und Rückwärtsterminierung, die bevorzugte Methode ist die Rückwärtsterminierung, ausgehend von dem in Produktionsauftag angegebenen Endtermin. Das System bezieht in seine Terminierung nicht nur Produktionszeiten, sondern auch Rüstzeiten des Rohmateriallagers, Transport- und Einrichtezeiten und die Einlagerzeit des Fertigprodukts ein.
Die zur Belastung notwendigen Zeiten werden aus den Leistungsdaten der Arbeitsplätze resp. der den Arbeitsplätzen zugeordneten Maschinen errechnet und je Tag auf dem entsprechenden Arbeitsplatz eingeplant. Dabei kann gewählt werden, ob bereits eingeplante Aufträge auf dem entsprechenden Arbeitsplatz berücksichtigt werden sollen oder nicht. Mit anderen Worten, ob mit der vollen Kapazität des Arbeitsplatzes oder mit der Restkapazität gerechnet werden soll.
Auf diese Weise können bei Kapazitätsenpässen Alternativszenarien durchgeprobt werden. So lassen sich Operationen z.B. auf Alternativmaschinen legen, es kann temporär die Kapazität eines Arbeitsplatzes durch Änderung der Arbeitszeit erhöht werden oder es lassen sich Operationen auswärts (Zulieferanten) verlegen.
Alle diese Änderungen erfolgen online und realtime, sodass nach einer Änderung die Auswirkung sofort sichtbar ist. Eine Neueinlastung des gesamten Workloads über Nacht wie bei traditionellen MRP-Systemen gibt es nicht.
Bei der Terminierung wird nicht nur auf Kapazitäts-, sondern auch auf Material- und Werkzeugverfügbarkeit geprüft.
Bei der Materialverfügbarkeit wird JIT berücksichtigt, d.h. es wird in einem ersten Schritt die Wiederbeschaffungszeit des benötigten Materials mit dem Zeitpunkt der Operation, bei dem dieses Material benötigt wird, überprüft. Ist die Wiederbeschaffungszeit kürzer, wird die am Lager verfügbare Menge gar nicht geprüft. Denn in diesem Falle wird das Material ja im Rahmen der normalen Lagerbewirtschaftung beschafft, da es im Moment der Auftragslancierung für diesen Auftrag reserviert wurde.
Ist die Wiederbeschaffungszeit hingegen zu lang, wird der Lagerbestand überprüft. Reicht er aus, wird normal eingelastet. Reicht er nicht aus, wird die Differenz zwischen errechnetem Fertigungstermin dieser Operation und des frühestmöglichen Eingangsdatums des Materials memorisiert. Falls es in einem Einlastungslauf mehrere Operationen gibt, bei denen die Lagermenge nicht ausreicht, wird die grösste Differenz in Tagen dem im Auftrag gewünschten Fertigungstermin zugeschlagen, die gerade erfolgte Einplanung rückgängig gemacht und mit dem neuen Endtermin erneut eingeplant. Am Ende eines solchen Terminierungslaufs erhält der Benutzer folgende Meldungen:
- Einplanung erfolgreich beendet
- Einplanung ist mit neuem Endtermin TTMMJJJJ wegen Materialmangels erfolgt
- Einplanung ist mit neuem Endtermin TTMMJJJJ wegen Kapazitätsmangels erfolgt
- Einplanung nicht vorgenommen, da Starttermin in Vergangenheit liegen würde
Da die Einplanung je Auftrag erfolgt, jede Einplanung nur wenige Sekunden bis Minuten benötigt und zudem auch eine Ausplanungsfunktion zur Verfügung steht, kann nun jede Einplanung beliebig oft wiederholt und optimiert werden.
Platzhalter in der Stückliste, die von der AVOR bearbeitet wurden, werden terminlich ebenfalls eingeplant und dann als Beschaffungsantrag automatisch mit dem errechneten Termin in den Briefkasten der Einkaufsabteilung gestellt. Die generierten Einkaufsbestellungen enthalten intern die Verbindung zum Produktionsauftrag. Damit ist das System in der Lage, bei Eingang des Materials automatisch den Produktionsverantwortlichen darüber zu informieren.
Die Arbeitspapiere
Menu: Arbeiten mit Produktionsaufträgen, Option 15
Datei: S8 und S9
Diese Option druckt den Laufzettel, die Operationszettel sowie die Materialbezugsscheine. Die Operationszettel sowie Materialbezugsscheine sind mit Strichcode, die die Auftragsnummer sowie Operations- resp. Artikelnummer enthalten, versehen und werden verwendet, um das Material dem Lager zu entnehmen, die Operationen fertigzumelden und das fertige Produkt einzulagern resp. auszuliefern.
Die Auskunftsmasken
Menu: Diverse
Datei: Diverse
Die Auskunftsmasken machen die Planung und den Stand der Aufträge transparent. So lassen sich die Belastungen der Arbeitsplätze, die Stati der Aufträge in terminlicher und finanzieller Hinsicht anzeigen usw.
VWAAPL Verwalten Arbeitsplatz-/Maschinendaten 14.06.01
RAN ACD-Software AG / RELEASE 2 10:40:21
Arbeitsplatz-Nummer. . . : 470
Beschreibung . . . . . . : Testarbeitsplatz für SR-Datei
Arbeitsplatzart. . . . . . 2 Produktivkostenplatz
Gehört zu Kostenstelle . . 300 ET-Verkauf Furukawa Pneulader
Maschine gemäss Anlageb. . 0
Gutschr. pro Std.-Leist. . 250,00
Einrichtekosten pro Mal. . 0,00
von/bis Uhrzeit Pause von Datum bis Datum
Normalarbeitszeit. . . . . 8.15 12.30 1.00
Schicht 1. . . . . . . . . 18.00 2.00 1.04.2001 10.06.2001
Schicht 2. . . . . . . . . 4.00 6.00
M D M D F S S
Arbeitstage. . . . . . . . X X X X X (X einsetzen)
Kosten fix pro Tag . . . . 0,00
Kosten variabel pro Tag. . 0,00
F2=Hilfe F3=Verlassen F10=Löschen F12=Zurück F19=Meldung anzeigen
Hat der Arbeitsplatz keine Maschine, wird auf dem Arbeitsplatz direkt beschrieben, welche Soll-Leistung je Artikel dort erbracht wird. Dies z.B. bei Prüf- und Montagearbeitsplätzen.
Die Arbeitsplatzart steuert die Vorkalkulation, denn für die Kostenfindung muss das System wissen, ob es sich um das Rohmateriallager (Kosten für die Breitstellung von Rohmaterial), das Fertiglager (Kosten für das Einlagern), eine Produktionskostenstelle (Kosten des Arbeitsplatzes verbunden mit Leistung der Maschine) usw. handelt. Details finden Sie im Kapitel „Vorkalkulation“ im Anhang.
Jeder Arbeitsplatz gehört zu einer Kostenstelle. Auf der Kostenstelle werden alle anfallenden Kosten gesammelt und den gutgeschriebenen Leistungen gegenübergestellt. Dies erlaubt die periodische Anpassung der Kostensätze (hier Gutschriftssätze genannt) der Arbeitsplätze.
Die Arbeitszeiten je Arbeitsplatz können jederzeit, auch terminiert, verändert werden. Die Kapazität des Arbeitsplatzes wird sofort nachgeführt und die Auswirkung kann unmittelbar darauf überprüft werden.
Belegung des Arbeitsplatzes:
ANZAPB Anzeige Arbeitsplatz-Belegung 14.06.01
RAN ACD-Software AG / RELEASE 2 10:44:30
Arbeitsplatz . . . . . : Testarbeitsplatz für SR-Datei
Jahr . . . . . . . . . : 2001 Aufsetzen auf Datum . .
-----------------------------------------------------------------------------
Ausw. 5 = Anzeige Detail
A TM 07 08 09 10 11 12 13 14 15 16 17 18 19 20 21 22 23 24 01 02 03 04 05 06
2704 XXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXX
F3=Verlassen F12=Zurück F19=Meldung anzeigen
Detailanzeige Option 5 (Datei SDKAPP)
ANZAPC Detail Arbeitsplatz-Belegung 14.06.01
RAN ACD-Software AG / RELEASE 2 10:45:43
Arbeitsplatz . . . . . : Testarbeitsplatz für SR-Datei
vom. . . . . . . . . . :
------------------------------------------------------------------------------
A Auftrag Artikel von Std/Min bis zum Std/Min
118.560 15 / 15 /
/ /
/ /
/ /
/ /
/ /
/ /
/ /
/ /
/ /
/ /
/ /
/ /
/ /
F2=Hilfe F3=Verlassen F12=Zurück F19=Meldung anzeigen
Kapazitätsanzeige F8 (Datei SDKAPP und SRARBP)
WRKAPK Arbeits-Platz-Kapazitäts-Übersicht 14.06.01
RAN ACD-Software AG / RELEASE 2 10:46:23
Kanton BE
Suchen nach --> Arbeitsplatz 470 oder Datum:
Auswahl eingeben und Eingabe drücken
5=Anzeigen
Opt Datum Platz Kapazität Std/Min Belastung Std/Min Abweichung S/M
30.04.2001 470 9 / 15 12 / 30 3 / 15
1.05.2001 470 11 / 15 12 / 30 1 / 15
2.05.2001 470 11 / 15 12 / 30 1 / 15
3.05.2001 470 11 / 15 12 / 30 1 / 15
4.05.2001 470 11 / 15 12 / 30 1 / 15
5.05.2001 470 2 / 12 / 30 10 / 30
6.05.2001 470 / 12 / 30 12 / 30
7.05.2001 470 9 / 15 12 / 30 3 / 15
8.05.2001 470 11 / 15 12 / 30 1 / 15
9.05.2001 470 11 / 15 12 / 30 1 / 15
10.05.2001 470 11 / 15 12 / 30 1 / 15
11.05.2001 470 11 / 15 12 / 30 1 / 15
12.05.2001 470 2 / 12 / 30 10 / 30 +
F3=Beenden F19=Meldung anzeigen F20=Ändern Vorgaben
Die Stücklisten (Datei SEVERP)
Menu: Arbeiten mit Artikeln, Option 15, dann Option 2
Die Stücklisten sind als Baukastenstücklisten aufgebaut. Dies bedeutet, dass immer nur eine Ebene erfasst wird. Das System erkennt von selbst, dass eine nächste Ebene vorhanden ist, wenn ein Bestandteil einer Stückliste seinerseits wieder eine Stückliste hat.
Die Operationspläne (Dateien SN, SO und SP)
Menu: Arbeiten mit Artikeln, Option 15, dann Option 7
Der Operationsplan umfasst im Gegensatz zu den Stücklisten nicht nur die Operationen des einen Baukastens, sondern des gesamten Fertigprodukts.
Je Operation ist gespeichert, an welchem Arbeitsplatz die Operation durchgeführt werden soll, welche Werkzeuge dafür benötigt werden, welche Dokumente die Operation näher beschreiben und bei JIT welches Material für diese Operation angeliefert werden muss. Ausserdem können Alternativarbeitsplätze angegeben werden, die in Kraft treten können, wenn Kapazitätsengpässe bestehen.
Die Lagerbeschreibungen (Datei DB)
Menu: Verwalten Lagersteuerung
Die Lagerbeschreibungen enthalten einerseits Lagerbewirtschaftungs- und Adressinformationen, andrerseits Informationen über die Leistungsgutschriften, wenn PPS und Kostenrechnung gefahren wird (Parametereinstellung)
Eine Besonderheit ist, dass die Kostenrechnung sowie die Wartungsplanung des Maschinenparks voll in das PPS integriert ist, die Kostenrechnung ist als mitlaufende Kostenrechnung ausgebildet innerhalb des Systems besteht folgende Hierarchie:
- die unterste Stufe ist der Arbeitsplatz.
- Dem Arbeitsplatz kann, muss aber nicht, eine Maschine zugeordnet sein.
- Eine Reihe von Arbeitsplätzen werden zu einer Kostenstelle zusammengefasst, die Kostenstelle ist einem Kostenstellenleiter unterstellt.
Kostenstelle (Datei
HA1450 Verwalten Kostenstellen 14.06.01
RAN ACD-Software AG / RELEASE 2 10:43:15
Unternehmensbereich. . . 99999 Gesamte Firma
Abteilung. . . . . . . .
Kostenstelle . . . . . . 325 ET-Verkauf EWK
Kostenstellen-Leiter . . 89901 tüscher hanspeter
Zugeordnetes Lager . . .
Sortier-Kostenstellennr. 325
Vorkostenstelle? . . . . J (J/N) (Produktive KST = N)
Kumulativ-KST? . . . . . N (J/N)
Umlageart Budget/Ist . . 4 Umlage eff.Istbetr.gem.Budg.sc
Gruppenstufen
Stufe 1 Stufe 2
Stufe 3 Stufe 4
Stufe 5 Stufe 6
Stufe 7 Stufe 8
Kumulativ-Kostenstelle . 0
Kumulationsstufe . . . .
Gruppenzuordnung in der Kumulativ-Kostenstelle
Stufe 1 Stufe 2 Stufe 3
F2=Hilfe F3=Verlassen F10=Löschen F12=Zurück F19=Meldung anzeigen
Auf der Basis dieser Daten besteht ein Programm „Vorkalkulation“ als eine Option im Artikelstamm. Wie die Vorkalkulation arbeitet, ersehen Sie im Kapitel „Vorkalkulation“ im Anhang.
Einlasten von Aufträgen
Aufträge werden in Abhängigkeit von gewünschtem Endtermin und verfügbarer Kapazität eingelastet. Daher wird zuerst die Ermittlung der verfügbaren Kapazität beschrieben:
Im Arbeitsplatz werden die Arbeitszeiten festgehalten. Auf der Basis dieses Eintrags baut das System in der Datei SD einen Tages-Kalender zwei Jahre in die Zukunft auf, in den es die täglichen Arbeitszeiten einträgt sowie die Gesamtkapazität jedes Tages. Wenn in der Karteikarte ??? die arbeitsfreien Tage der entsprechenden Jahre (Ostern, Weihnachten usw. ) definiert werden, werden diese im aufgebauten Kalender berücksichtigt.
Die Arbeitszeit-Beschreibung in der Arbeitsplatzbeschreibung sieht wie folgt aus:
VWAAPL Verwalten Arbeitsplatz-/Maschinendaten 14.06.01
RAN ACD-Software AG / RELEASE 2 10:40:21
Arbeitsplatz-Nummer. . . : 470
Beschreibung . . . . . . : Testarbeitsplatz für SR-Datei
Arbeitsplatzart. . . . . . 2 Produktivkostenplatz
Gehört zu Kostenstelle . . 300 ET-Verkauf Furukawa Pneulader
Maschine gemäss Anlageb. . 0
Gutschr. pro Std.-Leist. . 250,00
Einrichtekosten pro Mal. . 0,00
von/bis Uhrzeit Pause von Datum bis Datum
Normalarbeitszeit. . . . . 8.15 12.30 1.00
Schicht 1. . . . . . . . . 18.00 2.00 1.04.2001 10.06.2001
Schicht 2. . . . . . . . . 4.00 6.00
M D M D F S S
Arbeitstage. . . . . . . . X X X X X (X einsetzen)
Kosten fix pro Tag . . . . 0,00
Kosten variabel pro Tag. . 0,00
F2=Hilfe F3=Verlassen F10=Löschen F12=Zurück F19=Meldung anzeigen
Es wird die Normalarbeitszeit mit oder ohne Pause eingetragen. Wenn es sich um einen Arbeitsplatz handelt, an dem die Maschine während der Mittagspause durchläuft, ist die Pause leer zu lassen.
Zusätzlich kann angegeben werden, dass von einem bestimmten Datum bis zu einem bestimmten Datum Schicht gearbeitet wird. In den Feldern „Arbeitstage“ wird durch ein „X“ das Wochenarbeits-schema gekennzeichnet.
Aufgrund dieser Daten wird der erwähnte Kalender mit der Kapazität pro Tag generiert. Wie schon erwähnt, wird für in der Kareikarte ???? gekennzeichnete Feiertage keine Kapaziät generiert. Es kann jederzeit eine Änderung in der Arbeitszeit vorgenommen werden, die Kapazitätsdatei spiegelt sofort die neue Kapazität, denn der Kalender wird in Echtzeit nachgeführt.
Das System kennt also jetzt die Kapazität pro Tag. Nun kann der erste Auftrag eingelastet werden. Normalereise erfolgt eine Rückwärtsterminierung, ausgehend vom Kundenwunschtermin. Der Operationsplan wird rückwärts gelesen und je Operation die benötigte Zeit ermittelt. Durch Lesen der Kapazitätsdatei vom gewünschten Termin an rückwärts wird die Operation in einer Auftragsdatei auf soviele Tage eingetragen, wie sie benötigt und Kapazität verfügbar ist. In einer erweiterten Version wird auch auf die Verfügbarkeit der notwendigen Werkzeuge geprüft. In diesem Fall sind je Operation die notwendigen Werkzeuge festzuhalten.
Ist der gesamte Operationsplan aufgelöst, wird der Starttermin ersichtlich. Liegt der Starttermin in der Vergangenheit, zeigt ihm das System verschiedene Informationen, die ihm helfen, verschiedene Optionen zu ergreifen
- er sieht je Operation Alternativmaschinen, wenn dort freie Kapazität vorhanden ist. Durch Wechsel der Maschine ändert sich der Starttermin.
- Er sieht, ob eine oder mehrere Operationen in Auswärtsbearbeitung gegeben werden kann.
- Er kann die Kapazität erhöhen, indem er auf den Problemarbeitsplätzen für die notwendige Zeitdauer Schichtarbeit eingibt.
Alle diese Arbeiten erfolgen direkt im Dialog, der Benutzer sieht das Resultat seiner Änderungen sofort und kann dadurch Alternativszenarien durchspielen.
Weiteres Material, für den Moment hier parkiert:
Die Erfassung und Verwaltung von Stücklisten (OP = identisch)
Die Stücklisten (und Operationspläne) werden im Artikelstamm erfasst und verwaltet. Der Zugang er-folgt gemäss dem folgenden Bild:
WRKART Arbeiten im Artikel-Stamm 13.07.99
RAN ACD-Software AG / RELEASE 2 13:16:53
Anzeigen nach Artikel-Nr. Suchtext Art.Bereich 100
Dimension Farbe Spannung Land Ausführung
Auswahl eingeben und Eingabe drücken Produkteart
13=Verwalten Stückliste 15=Anzeigen Verkaufsstückliste
16=Anzeigen Operationsplan 21=Preis/Lager 22=Lieferant/Artikel Weitere...
Opt Artikel-Nummer Text Notiz/SL vorhanden = **
ABA-1705-U-229 Staubkappe ** **
ABAPGA2274/1 A Zylinder komplett
ABAP17437 Dichtring
ABAP17616 Dichtring
ABAP17617 Dichtring
ABAP8083 Filz
ABAP8087 Filz
ABA13-3261-A-183 Bremszylinder **
ABFF2104/346/90PK O-Ring
ABFLF650007A A Bremszange
ABFL14810 Abstreifer +
F3=Beenden F5=Aktualisieren F6=Erstellen F12=Zurück F13=technische Daten
F14=Anzeige Artikelstamm F23=Weitere Optionen F24=Weitere Tasten
Mit der Option „Arbeiten mit Stücklisten“ erscheint folgendes Bild:
WRKSTL Arbeiten mit Stücklisten 11.05.01
PA ACD-Software AG / RELEASE 2 10:55:05
Artikel-Nummer . . . . . : A
Artikel-Text . . . . . . : Dichtring, schwarze Unterlage mit Ring
Auswahl eingeben und Eingabe drücken
2=Arbeiten mit Stücklisten 7=Arbeiten mit Operationsplan
Opt Var. Stücklisten-Art Buchungscode Verrechnungscode
000 FAB Fabrik.s.listen (p BJ Buchen Ja NV Normale Verrechnun
+
F3=Beenden F6=Erstellen F19=Meldung anzeigen F20=Ändern Vorgaben
Mit der Option 2 gelangen Sie dann ich folgendes Bild:
VWST01 Die Stückliste besteht aus . . . 11.05.01
PA ACD-Software AG / RELEASE 2 10:57:45
Artikel-Nummer. . . .: A
Artikeltext . . . . .: Dichtring, schwarze Unterlage mit Ring
Auswahl eingeben und Eingabe drücken
2=Mutieren 3=Kopieren 5=Anzeigen 6=Drucken
-----------------------------------------------------------------------------
Opt Var. SL-Art Buchungscode Verrechnungscode
000 FAB Fabrik.s.listen (pro BJ Buchen Ja NV Normale Verrech
F3=Verlassen F6=Neuzugang F12=Zurück
es erscheint eine erste Maske, in der die verschiedenen Versionen der Stückliste aufgeführt werden. Die letzte Version ist die aktuelle Version. Wird diese aktuelle Version mit der Option 2 aufgerufen, erscheint die Stückliste dieser Version.
VWST01 Verwalten Stückliste 11.05.01
PA ACD-Software AG / RELEASE 2 11:07:06
Artikel-Nummer . . . : A
Dichtring, schwarze Unterlage mit Ring
Variante . . . . . . . 000
Stücklisten-Art. . . . FAB Fabrik.s.listen (provisorisch)
Liefer-/Buchungsart. . BJ Buchen Ja
Verrechnungscode . . . NV Normale Verrechnung
------------------------------------------------------------------------
Auswahl: 4 = Löschen / I = Zeilen einfügen Buch VE E Gebr Eins-
O Artikel-Nummer Operat-Nr Menge ME -Art Ar D -cd Faktor
ABA13-3261-A-183 100 11,000 05 Stk BJ NV N
Bremszylinder Ausschuss %. . . 0,00
CAA10329 33,000 05 Stk NB GR N
Kugelgelenk Ausschuss %. . . 0,00
XY 300 999,000 05 Stk BN OV N
test Ausschuss %. . . 0,00
ZUAGL403 5,000 05 Stk BN OV N
Zwischenflansch 1" mit Man.Anschluss Ausschuss %. . . 0,00
00 N
Ausschuss %. . . 0,00
F8=Anz. Komponenten-Verwendung F12=Zurück F19=Meldung anzeigen
Da die Option 2 (ändern) gewählt worden war, erscheint nach Beendigung der Eingabe ein Fenster, mit dem das System Daten abfragt, die für die Änderungshistory (Rückverfolgbarkeit) benötigt werden. Dieses Fenster sieht wie folgt aus:
In Änderungs-History-Datei speichern? J (J/N)
Wenn ja:
geändert von . . . . 118000 ansorg rudolf
geprüft von. . . . .
Datum. . . . . . . . 13.07.1999
Neue Version?. . . . J
Änderungsgrund: Welle wurde verstärkt, da wiederholt Brüche
aufgetreten sind. Rückrufaktion gestartet.
Der Benutzer kann mit diesem Fenster steuern, ob die Änderung signifikant genug ist, dass die Änderung in die History-Datei gespeichert werden soll. Wenn er dies mit J beantwortet, sind die folgenden Felder zwingend auszufüllen. Ausserdem kann er angeben, ob das System eine neue Stücklisten- (und Operationsplan-) Version anlegen soll. Es wird in diesem Falle die geänderte Stückliste (und der Operationsplan) als neue Version kopiert. Als Versionsnummer wird die nächsthöhere verwendet.
Mit der Option 3 (kopieren) können ganze Stücklisten für einen anderen Artikel mit gleicher oder anderer Version kopiert werden.
Mit der Option 6 (drucken) kann diese Stückliste ausgedruckt werden, indem Sie im Fenster
die Produktionsmenge angeben.
STULPC
Gewünschte Prod.-Menge
1.048
Die Standortdatei:
Jedes Dokument kann an beliebig vielen Kostenstellen in Kopien vorhanden sein. Dies wird in der Standortdatei gespeichert. Eine Liste, welche Dokumente an welcher Ablagestelle auf den Kostenstellen liegen und wer für die Pflege verantwortlich ist, ist ebenso vorhanden, wie eine Liste, welche Dokumente auf welchen Kostenstellen vorhanden sind.
Anhand dieser Standortdatei druckt das System bei Änderungen an einem Dokument automatisch soviele Kopien des geänderten Dokuments aus, wie benötigt werden, um sie den Kostenstellen zu verteilen. (Siehe Option 7 der Dokumentenverzeichnisses)
